Kleine Luftblasen retten große Fische

Carlo Michael Maßmann und Liam Kreutschmann (v.l.) von der Werkstattschule in Rostock haben sich den Sonderpreis in Physik geholt.
Carlo Michael Maßmann und Liam Kreutschmann (v.l.) von der Werkstattschule in Rostock haben sich den Sonderpreis in Physik geholt.

Beim 48. Bundesfinale von Jugend forscht in Leverkusen am vergangenen Wochenende schafften es die Nachwuchsforscher aus Mecklenburg-Vorpommern zwar nicht auf das Siegertreppchen, dafür holten sich zwei Teilnehmer aus dem Nordosten einen Sonderpreis in Physik. Carlo Michael Maßmann und Liam Kreutschmann von der Werkstattschule in Rostock konnten die Jury mit ihrer Arbeit zum Thema „Lärmdämmung beim Windparkbau“ überzeugen und den mit 1.500 Euro dotierten Preis für Erneuerbare Energien des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit einstreichen.

Zum Hintergrund: Windparks auf hoher See sollen künftig in großem Maßstab klimafreundlichen Strom erzeugen. Ihr Bau aber gefährdet Meeressäuger wie den Schweinswal, denn das Einrammen der meterdicken Pfeiler für die Windräder in den Meeresgrund ist so laut, dass die Tiere Hörschäden erleiden oder orientierungslos werden können. Um das zu verhindern, wird während des Rammens ein Schleier aus Luftblasen erzeugt, der die Geräusche reduzieren soll. Liam Kreutschmann und Carlo Michael Maßmann haben präzise untersucht, wie dieser Blasenschleier beschaffen sein muss, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. In einer Wanne erzeugten sie mit Druckluft Luftblasen verschiedener Größe und ermittelten jeweils die Schallausbreitung. Das Ergebnis: Kleine Bläschen mindern den Lärm effektiver als große.

 

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