Fächerübergreifender Dialog engagierter Nachwuchskräfte: Jugend forscht Sieger beim „Tag der Talente 2015“

Myrijam Stolzer und Paul Foltin
Myrijam Stolzer und Paul Foltin

Preisträger bundesweiter Schülerwettbewerbe treffen sich in Berlin

Morgen beginnt in Berlin der „Tag der Talente 2015“. Den aktuellen Preisträgerinnen und Preisträgern von 27 bundesweiten Schüler- und Jugendwettbewerben bietet die Veranstaltung als Dialogplattform die exklusive Möglichkeit zum Austausch untereinander sowie mit Experten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat insgesamt 300 Jugendliche zum 10. „Tag der Talente“ in die Hauptstadt eingeladen. Ziel des Engagements ist es, die außergewöhnlichen Leistungen der jungen Forscher, Erfinder, Denker und Kreativen zu würdigen und auf die vielfältigen Talente junger Menschen aufmerksam zu machen. Unter den Teilnehmern sind auch Siegerinnen und Sieger des diesjährigen Jubiläumsfinales von Jugend forscht, das Ende Mai bei der BASF in Ludwigshafen stattfand. In den kommenden drei Tagen erwartet den talentierten Nachwuchs in der Hauptstadt ein attraktives Programm unter anderem mit Fachvorträgen, Diskussionen und Workshops.

Im „Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt“ steht der 10. „Tag der Talente“ unter dem Motto „Stadt. Land. Zukunft“. Die Auftaktveranstaltung findet am Samstagabend in der „Station am Gleisdreieck“ statt. Dort werden unter anderem Preisträger verschiedener Wettbewerbe ihre prämierten Beiträge präsentieren. Die Bundessieger Myrijam Stoetzer (14) und Paul Foltin (15) führen dort ihren innovativen Rollstuhl vor, mit dem sie beim 50. Bundeswettbewerb von Jugend forscht im Fachgebiet Arbeitswelt erfolgreich waren. Durch den Einsatz eines sogenannten Eyetrackers lässt sich ihr Gerät mit den Augen steuern – für Menschen, deren Körper durch die Verletzung der oberen Halswirbel weitgehend gelähmt sind, könnte dies künftig eine große Hilfe darstellen.

Am Sonntag erwartet die Jugendlichen ein Ausflug in die Praxis: In Workshops befassen sie sich zum Beispiel mit dem Zukunftswerkstoff Carbon oder mit der Frage, mit welchen mathematischen Methoden sich das Wachstum von Städten berechnen lässt. Beim Poetry Slam können die jungen Talente selbsterstellte Texte inszenieren oder sie befassen sich mit der Bedeutung des Urban Gardening für die Ernährungssicherung in der Zukunft. Ziel dieses Programmpunkts ist es, den Preisträgern die Gelegenheit zu geben, über ihre Fächer hinweg einen Einblick in neue Themengebiete zu gewinnen.

Der „Tag der Talente“ endet kommenden Montag mit der Abschlussveranstaltung im BMBF. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, spricht dort ebenso zu den Teilnehmern wie der zweifache Jugend forscht Bundessieger Daniel Gurdan (32). Der Ingenieur ist erfolgreicher Mitgründer des Unternehmens Ascending Technologies. Anschließend werden ausgewählte Preisträgerinnen und Preisträger von Bundesbildungsministerin Wanka stellvertretend für ihren Wettbewerb ausgezeichnet.

„Der ‚Tag der Talente’ bietet Jugend forscht Siegern eine exzellente Plattform, um sich mit jungen Talenten anderer Fachdisziplinen auszutauschen und wertvolle Kontakte zu knüpfen“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Die Preisträger beweisen, dass bundesweite Schülerwettbewerbe ein wirkungsvolles Instrument sind, begabte und engagierte Jugendliche zu finden und sie gezielt zu fördern.“

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